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Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
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Gesellschafter: Land Baden-Württemberg
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Stuttgart HRB 10775

Nachhaltigkeit: Ein Thema mit vielen Facetten

Mit Nachhaltigkeit verbinden viele Menschen vor allem den Schutz von Klima, Umwelt und Natur. Doch nachhaltige Entwicklung bedeutet weit mehr. Neben ökologischen umfasst sie auch ökonomische und soziale Aspekte. Zu ihren Zielen gehört beispielsweise eine tolerante und lebenswerte Gesellschaft sowie eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, die künftige Generationen nicht mit einem Schuldenberg belastet. So vielfältig wie das Thema sind auch die Möglichkeiten, sich zu engagieren: Sie reichen vom verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen über klimafreundliche Mobilität bis hin zu nachhaltiger und fairer Ernährung und verantwortungsbewusstem Konsum.

Im Rahmen der Baden-Württembergischen Nachhaltigkeitsstrategie sollen besonders wichtige Aktionsfelder bewusst und wirkungsvoll thematisiert werden. Begonnen wurde mit den Schwerpunktthemen „Energie und Klima“, „Ressourcen (Rohstoffe, Fläche, Biodiversität, Natur und Umwelt)“ sowie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. 2013 kamen die Schwerpunkte „Nachhaltige Mobilität“ und „Nachhaltige Integration“ hinzu. All diese Schwerpunktthemen werden im Rahmen von Aktionsprogrammen umgesetzt.

Heute wird Energie noch überwiegend aus Erdöl, Erdgas und Kohle gewonnen. Diese Ressourcen sind zum einen begrenzt. Bei ihrer Nutzung entsteht zum anderen Kohlendioxid. Es gilt als Hauptursache für die Klimaerwärmung. Es ist unsere Aufgabe, heute verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen und dem Klima umzugehen. Etwa indem wir verstärkt Strom und Wärme aus regenerativen Energieträgern wie Sonnenenergie, Biomasse, Erdwärme oder Wind- und Wasserkraft gewinnen. Und indem wir Energie so effizient wie möglich einsetzen: zu Hause, unterwegs und am Arbeitsplatz.

Beispiele dafür sind Autos mit Elektromotor, die Wärmedämmung von Gebäuden, stromsparende Computer oder intelligente Stromnetze. Zudem gibt es im Alltag zahlreiche Energiesparpotenziale, zum Beispiel beim Kochen, Heizen oder Wäschewaschen. Je mehr Energie wir sparen, umso umweltfreundlicher und nachhaltiger handeln wir.

Natürliche Ressourcen, insbesondere Rohstoffe, sind wesentliche Grundlagen für die industrielle Produktion. Das macht sie zu Grundlagen unseres Wohlstands. Schon heute ist der Pro-Kopf-Rohstoffverbrauch in den Industrienationen rund viermal höher als in weniger entwickelten Ländern. Das anhaltende Bevölkerungswachstum wird zu einem weiteren Anstieg dieses Verbrauchs führen. Einige wichtige Rohstoffe wie beispielsweise seltene Erden aus leicht zugänglichen Quellen werden heute bereits knapp. Ein intensiverer Rohstoffverbrauch führt außerdem zu einer höheren Umwelt- und Klimabelastung. Ein effizienter Umgang mit Ressourcen ist daher sowohl ökonomisch als auch ökologisch wichtig.

Im Rahmen der „Allianz für mehr Ressourceneffizienz Baden-Württemberg“ und der Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ werden durch Unternehmen Konzepte mit Vorbildfunktion entwickelt, die zeigen, wie Ressourceneffizienz konkret in Betrieben umgesetzt werden kann.

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit – wir alle wollen mobil sein und bleiben. Die Folge: Schadstoff-, Kohlendioxid- und Lärmemissionen nehmen zu. Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es daher, das Bedürfnis nach Mobilität mit dem Schutz von Umwelt, Klima und Gesundheit zu vereinbaren. Hier gilt es beispielsweise, den Transport mehr und mehr von der Straße auf Schienen und Wasserwege zu verlagern, neue Verkehrskonzepte zu entwickeln, die Elektromobilität zu fördern und auch sein persönliches Mobilitätsverhalten zu ändern.

Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Pionierregion für nachhaltige Mobilität zu werden. Dies erfordert, dass bis 2020 der Anteil umweltverträglicher Verkehrsarten am Verkehrsaufkommen deutlich gesteigert wird. Durch verkehrsträgerübergreifende Konzepte soll der Verkehr von Personen und Gütern  effizienter und bequemer gemacht und gleichzeitig die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gemildert werden. Prämisse ist dabei, dass Mobilität für alle bezahlbar bleibt.

Bildung ist der wichtigste „Rohstoff" unserer Wissensgesellschaft. Und er ist ein wichtiger Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Der Weg dorthin führt über das lebensbegleitende Lernen, damit viele Menschen jeden Alters einen breiten Zugang zu Bildung bekommen – und dies generationenübergreifend: vom Kindergarten bis zur Berufsschule, von der Universität bis hin zur Volkshochschule. Neben einer hohen Qualität von Ausbildung und Studium ist die Förderung von Forschung unverzichtbar, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Zum Beispiel durch technologische Innovationen in den erneuerbaren Energien.

Jedem Menschen soll es möglich sein, für sich eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Das Rüstzeug dafür wird in allen Bildungseinrichtungen sowie in der pädagogischen Aus- und Fortbildung bereitgestellt. Aus diesem Grund ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein Schwerpunktthema des Beirats für Nachhaltige Entwicklung der baden-württembergischen Landesregierung.

 

 

Der Schwerpunkt Nachhaltige Integration verbindet soziale und kulturelle sowie wirtschaftliche Aspekte nachhaltigen Handelns, denn erfolgreiche Integration führt zu positiven ökonomischen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen. Die Hauptaufgaben der nachhaltigen Integration in Baden-Württemberg sind: Stärkung der Integrationskraft vor Ort, Akzeptanz kultureller Vielfalt in sämtlichen Lebensbereichen und effektive Bekämpfung von Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Rassismus.

Mit dem baden-württembergischen Aktionsprogramm „Nachhaltige Integration“ werden ausgewählte Pilotprojekte in der Integrationsarbeit in den Kommunen unterstützt. Ein weiteres Ziel ist die flächendeckende Einführung der islamischen Krankenhausseelsorge in ganz Baden-Württemberg. Drittes Ziel ist der Aufbau eines Antidiskriminierungsnetzwerks, das bestehende Beratungsangebote vernetzt und neue Initiativen vor Ort schafft.